Sucht – Kein Fallschirm und kein Rettungsboot.

Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) bezeichnet in der Medizin das unabweisbare und unbändige Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen wird alles untergeordnet.

In den Fachgebieten Psychologie und Psychiatrie werden verschiedene Formen von Abhängigkeit beschrieben:

  • Substanzgebundene Störung sind Erkrankungen aufgrund des Konsums einer bestimmten Substanz, wie Alkohol, Tabak, Medikamente und illegale Drogen.
  • Substanzungebundene Störungen beziehen sich auf bestimmte Verhaltensweisen, die in einem exzessiven, süchtigen Ausmaß betrieben werden, wie z.B. Glücksspielen, PC-/Internetgebrauch, Ess-Störungen, Kaufsucht und Sexsucht.
Das Drei-Stufen-Modell der Abhängigkeit besteht auch:
Riskanter Konsum | Schädlicher Gebrauch (Missbrauch, Abusus) | Abhängigkeit

Die Sucht „beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.“ (1)
Suchtsymptome:

  • Starker Wunsch nach bestimmten Substanzen (sog. Craving)
  • Verminderte der Kontrolle über den Konsum bezüglich Konsumstil und -menge
  • Entwicklung einer Toleranz mit daraus resultierender Dosissteigerung
  • Auftreten von körperlichen Entzugserscheinungen
  • Eingeengtes Verhaltensmuster
  • Leugnen der Sucht
  • Vernachlässigung von Familie, Freunden, Beruf und Interessen
  • Vernachlässigung anderer Lebensinhalte für die Sucht
  • Weiterer Konsum trotz offensichtlicher Folgeschäden (körperlicher, psychischer und/oder sozialer Art)
Von Abhängigkeit spricht man, wenn von den o.g. Kriterien mindestens drei über einen Zeitraum von einem Jahr bei einer Person auftreten.

Die Behandlung Suchtkranker stellt ein wichtiges Arbeitsfeld unseres „Neuropsychiatrie Psychotherapie Zentrums“ in Hannover dar. Komorbide psychische Störungen, also eine Erkrankung, die zusätzlich existiert, kommen bei substanzbezogenen Störungen (Sucht) oft vor. Häufig treten Angststörungen, Depressionen und Selbstmordgedanken z.B. bei Alkoholabhängigen auf (2) . Wir können Ihnen helfen!

Unsere Therapien bei suchtbedingten Störungen:

  • Therapiedauer: 3-4 Wochen, 5 Sitzungen pro Woche
  • Sitzungsdauer: 10 Minuten
  • Behandlungsort: Linker dorsolateraler präfrontaler Kortex (DLPFC)
  • Equipment: Stimulator: MAG & More PowerMAG Spule: Doppelspule PMD70-pCool
Die Behandlung erfolgt durch multidisziplinären (medizinischen und psychotherapeutischen) Ansatz.
Welche therapeutischen Maßnahmen Sie im Einzelnen von Ihrer Sucht dauerhaft befreien können, klären wir in einem therapeutischen Gespräch.

(1) Suchtmediziner Prof. Dr. Klaus Wanke (1933–2011)
(2) Evidenzbasierte Suchtmedizin, Behandlungsleitlinien Substanzbezogene Störungen, L.G. Schmidt /M. Gastpar/ P.Falkai / W.Gaebel, Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (https://www.sucht.de)

Fachverband Sucht e.V.
Walramstraße 3, 53175 Bonn, Telefon: +49 (0) 228 / 26 15 55
https://www.sucht.de

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Westenwall 4, 59065 Hamm, Telefon: +49 2381 9015-0
www.dhs.de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Suche von Suchtberatungsstellen: https://www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme/