Galileo-Training

Beim Galileo-Training können durch bestimmte Stehübungen und Bewegungsübungen auf einer genau einstellbaren Vibrationsplatte Verbesserungen bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen erreicht werden. Galileo Training ist besonders schonend für das Herz-Kreislauf-System, wirkt durchblutungsfördernd und stoffwechselanregend und bietet darüber hinaus gute Effekte in der medizinischen Rehabilitation bei Problemen mit der Muskelleistung, konkret eine Steigerung von Muskelleistung und Muskelkraft, Muskelaufbau nach Immobilisation, Osteoporose-Prophylaxe und -Behandlung, Beckenbodentraining, Optimierung der Muskelfunktion, Verbesserung von Dehnfähigkeit und Flexibilität, Lockerung von Verspannungen, Behandlung von Rückenschmerzen, Mobilisationstraining, Verbesserung von Balance und Koordination, Sturz-Prophylaxe und zahlreichen anderen Problemen, zu denen wir Sie individuell im persönlichen Beratungsgespräch aufklären können. Vor Aufstellung eines individuellen Trainingsplans ist eine gute Kenntnis über den aktuellen körperlichen Zustand sowie eventuelle Risiken erforderlich. Gegenanzeigen müssen vor der ersten Anwendung von Galileo ausgeschlossen werden. Folgende Gegenanzeigen müssen vor der ersten Anwendung ausgeschlossen werden: Schwangerschaft Akute Thrombose (akuter Gefäßverschluss) Implantate in trainierten Körperregionen (z.B. künstliche Gelenke) Akute Entzündungen des Bewegungsapparates, aktivierte Arthrose oder Arthropathie (z.B. akute Entzündungen und Schwellungen in Gelenken) Akute Tendinopathien in trainierten Körperregionen (akute Sehnenentzündung) Akute Hernien (Gewebebrüche) Akute Diskopathie (akutes bandscheibenbedingtes Rückenproblem) Frische Frakturen (Knochenbrüche) in trainierten Körperregionen Steinleiden von Gallenwegen und ableitenden Harnwegen Nach Operationen und bei frischen Wunden und Narben in den trainierten Körperregionen bzw. wenn die Wundheilung noch nicht vollständig abgeschlossen ist Rheumatoide Arthritis Epilepsie aufgrund sekundärer Verletzungsgefahr Das Prinzip von Galileo-Training beruht auf dem natürlichen Bewegungsablauf des Menschen beim Gehen. Das seit Jahren erprobte und bewährte System arbeitet aufgrund seiner seitenalternierenden Bewegungsform wie eine Wippe mit veränderbarer Amplitude und Frequenz, wodurch ein Bewegungsmuster ähnlich dem menschlichen Gang stimuliert wird. Die schnelle Wipp-Bewegung der Trainingsplattform verursacht eine Kipp-Bewegung des Beckens genau wie beim Gehen, jedoch viel häufiger. Zum Ausgleich reagiert der Körper mit rhythmischen Muskelkontraktionen im Wechsel zwischen linker und rechter Körperhälfte. Diese Muskelkontraktionen erfolgen ab einer Frequenz von ca. 12 Hertz nicht willentlich, sondern reflexgesteuert über den so genannten Dehnreflex, wodurch die Muskulatur in Beinen, Bauch und Rücken bis hinauf in den Rumpf aktiviert wird. Die Anzahl der Dehnreflexe pro Sekunde wird über die einstellbare Trainingsfrequenz bestimmt. Wird beispielsweise eine Trainingsfrequenz von 25 Hertz gewählt, erfolgen pro Sekunde jeweils 25 Kontraktionszyklen in Beuger- und Streckermuskulatur. Ein Training von 3 Minuten bei 25 Hertz entspricht somit der gleichen Anzahl von Muskelkontraktionen pro Bein bzw. eine Gehstrecke von 9.000 Schritten. Die Vibrationen, die durch Galileo erzeugt werden, können in Amplitude und Frequenz unabhängig vom Körpergewicht stufenlos verändert werden. Die Simulation des menschlichen Gangs durch die Wipp-Bewegung macht Galileo Training im Gegensatz zu anderen Trainingsplattformen mit vertikaler Auf- und Ab-Bewegung zu einer Trainingsmethode mit physiologischer Bewegungsart. Nur durch diese seitenalternierende Bewegung beim Galileo Training wird die Wirbelsäule durch eine leichte seitliche Kippung des Beckens in einer physiologischen Kipp-Bewegung angeregt. Bei Trainingsplattformen mit vertikaler Auf- und Ab-Bewegung wird sie hingegen fortwährend komprimiert. Aufgrund dieser physiologischen Anregung der Wirbelsäule wird durch die seitenalternierende Funktion von Galileo auch die Rücken- und Bauchmuskulatur erreicht. Auch dies ist bei Trainingsplattformen mit vertikaler Auf- und Ab-Bewegung – also nicht seitenalternierender Bewegungsform – nur sehr eingeschränkt möglich. Der Mensch hat bei all seinen Bewegungen das Bestreben, den Kopf in einer ruhigen und aufrechten Position zu halten, da Gleichgewichtssinn und visuelles System nur in Ruhe optimal arbeiten können. Bauartbedingt werden beim Galileo Training keine nennenswerten Vibrationen auf den Kopf übertragen, da die Trainingsplattform lediglich die menschlichen Gangarten simuliert, und der Körper dabei in der Lage ist, Oberkörper und Kopf ruhig zu halten. Es handelt sich also um ein schonendes, reflexbasiertes Training. Da während des Galileo Trainings ähnliche Reizmuster wie beim Gehen eingesetzt werden, wird mit Galileo neben der grundlegenden Muskelfunktion selbst auch das Zusammenspiel zwischen einzelnen Muskelpartien – also deren Koordination – perfekt trainiert, was eine Steigerung der Muskelleistung bewirkt. Vor allem im Alter ist die Muskelleistung der maßgebliche Faktor zur Vermeidung von Stürzen, welche zu Oberschenkelfrakturen führen können. Galileo Training ist aufgrund seiner geringen Belastung (Arbeit) für das Herz-/Kreislaufsystem auch bestens für ältere Menschen geeignet. Während des Galileo Trainings werden prinzipiell immer die gesamte Muskelkette der Beine bis hinauf in den Rumpf trainiert. Trainingsschwerpunkte auf einzelne Muskelgruppen werden allein durch Körperhaltung und Körpersteifigkeit variiert. Die Frequenz in Hertz (=Schwingungen pro Sekunde) wird am Gerät eingestellt und immer entsprechend dem Trainingsziel gewählt. So werden niedrige Frequenzen zur Mobilisation, mittlere zum Training der Muskelfunktion und hohe Frequenzen zur Steigerung der Muskelleistung eingesetzt. Die Amplitude, also die Auslenkung der Trainingsplattform aus der Ruhelage nach oben oder nach unten, wird über die Fußposition gewählt. Je weiter die Fußposition, desto anspruchsvoller wird das Training. Galileo-Training kann nach individueller Beratung unter ärztlicher Supervision hier in der Praxis durchgeführt werden. Galileo-Training wird in der Praxis als individuelle Gesundheitsleistung angeboten (IGEL). Das Verfahren ist also keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten müssen meist selbst getragen werden. Bei Privatversicherung können die Kosten häufig erstattet werden Weitere Informationen zur Terminvereinbarung und zu anfallenden Kosten können Sie beim Praxisteam erhalten.