Depressionen

Eine Depression ist eine Erkrankung, die die Gefühlsseite des Seelenlebens betrifft und sich individuell unterschiedlich äußern kann. Ein Sonderfall von Depression ist die saisonal abhängige Depression (SAD), bekannt als "Winterdepression". Die Grenzen zwischen Traurigkeit, Burnout und einer Depression sind fließend

Nach Schweregrad werden Depressionen unterteilt in:
  • Leichte Depressionen: Leicht ausgeprägte Symptome, die gut zu behandeln und im Regelfall schnell zu bewältigen sind.
  • Mittelschwere Depressionen: Äußert sich durch ein breites Spektrum von Symptomen, i.d.R. verbunden mit Problemen bei der Bewältigung des privaten Alltags und des Berufslebens.
  • Schwere Depressionen sind eine ernsthafte Krankheit: Die alltäglichen Lebenssituationen sind nicht zu bewältigen und werden häufig von Selbstmordgedanken begleitet.
Psychische Erkrankungen sind, nach Erkältungen, der häufigste Grund, warum Arbeitnehmer krankgeschrieben werden. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Zahl der Fehltage mit dieser Ursache fast verdoppelt. (1) Gleichzeitig sind psychischer Erkrankungen häufigste Ursache für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben. Bei älteren Menschen treten häufig Depressionen und Demenzen zusammen auf. (2)

Eine Depression kann vielfältige psychische und körperliche Ursachen haben kann.

Hauptsymptome und Beschwerden bei Depression
  • gedrückte Stimmung
  • Interesselosigkeit und Freudlosigkeit
  • Antriebsstörung mit erhöhter Ermüdbarkeit, Willensschwäche und Aktivitätseinschränkung
Zusatzsymptome einer depressiven Episode:
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Hilf- und Hoffnungslosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit
  • Ängstlichkeit
  • Müdigkeit, Antriebsmangel, Gefühl von massiver Erschöpfung
  • verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit
  • sinnloses Gedankenkreisen (Grübeln)
  • Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit
  • vermindertes Gefühlsleben bis hin zur Unfähigkeit des Zeigens einer Gefühlsreaktion,
  • verringertes sexuelles Interesse
  • Suizidgedanken/-handlungen
Diese Symptome können Hinweise auf eine depressive Erkrankung liefern. Für eine gesicherte Diagnosestellung sind in jedem Fall weiterführende Maßnahmen erforderlich.

Depression: Unsere Diagnostik als Facharzt für Psychiatrie/ Psychotherapie und Neurologie
  • Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Depression dar:
    • Familienanamnese: Familiäre Vorbelastungen, soziale, familiäre Situation
    • Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese
    • Medikamentenanamnese
  • Körperliche Untersuchung, neurologische und psychiatrische Untersuchung
  • Labordiagnostik zur differentialdiagnostischen Abklärung
  • Medizingerätediagnostik: Einleitung einer bildgebenden Darstellung des Gehirns
  • Elektro-Enzephalogramm (EEG-Diagnostik)
  • psychologische Testdiagnostik
Als Prävention und Therapie von Depressionen sollte auch auf eine Reduzierung /Vermeidung der typischen Risikofaktoren geachtet werden:
  • Ernährung: Unter-/Fehlernährung, Mikronährstoffmangel
  • Übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum
  • Psycho-soziale Situation: Stress, chronischer Stress, Mobbing, Mangel an sozialen Kontakten, Einsamkeit
  • Störungen im Tag-Nacht-Rhythmus z.B. durch Schichtarbeit
  • Über- und Untergewicht
  • unzureichende Bewegung
Unsere Therapie bei Depressionen:
  • Gesprächstherapie
  • Psychotherapie
  • Stressmanagement durch Achtsamkeit
  • Gruppentraining soziale Kompetenz (GSK)
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung (PME, Tiefenmuskelentspannung)
  • Individuelle Beratung zu Pharmakotherapie
  • Beratung zu tagesklinischen und stationären Therapiemaßnahmen
  • Integrierte Versorgungskonzepte für eine sektorenübergreifende, interdisziplinäre und facharztübergreifende Versorgung
  • rTMS (repetetive transkranielle Magnetstimulation)
  • tDCS (transkranielle Gleichstromstimulation)
  • Nichtinvasive Vagusnerv-Stimulation
  • Neurofeedback (EEG-Feedback, Neurofeedback-Training)
  • Biofeedback
  • NADA-Akupunktur
  • Orthomolekulare Medizin (Mikronährstoffe/Vitalstoffe)
Welche diagnostischen und therapeutischen Verfahren bei einer Depression langfristige positive Effekte und eine Heilung erzielen können, hängt von vielen Faktoren und dem Schweregrad der Depression ab. In unserem Neuropsychiatrie Psychotherapie Zentrum in Hannover beraten wir Sie ausführlich und persönlich.



(1) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99794/Fehltage-wegen-Krankheit-leicht-zurueckgegangen
(2) https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/im-krankenhaus/aufenthalt-moegliche-probleme/demenz-und-depression.html

Weitere Informationen finden Sie unter: www.buendnis-depression.de und www.deutsche-depressionshilfe.de.