Angst und Angststörungen -
Keine Angst, keine Angst, Rosmarie!

Angst ist ein Grundgefühl und seit Urzeiten tief im Menschen verankert. Sie löst in uns eine Alarmreaktion aus, die sich mit ausgeprägten körperlichen Symptomen äußert. Angst hat eine Schutzfunktion, sie rettet uns in gefährlichen Situationen - oft auf unbewusster Ebene.

Bei manchen Menschen kann die Furcht aber ein übersteigertes Ausmaß annehmen, häufig im Zusammenhang mit traumatischen Lebensereignissen oder ungünstigen angstverstärkenden Verhaltensweisen. Dann spricht man von einer Angststörung oder Angsterkrankung. Diese krankhaft übersteigerten, unrealistischen und vielfältigen Ängste zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

Dabei kann man die Angststörung unterteilen in:
  • Angststörung bedingt durch körperliche Krankheiten
  • Angststörung auf psychischer Grundlage: Ursache liegt in einer psychiatrischen Erkrankung wie Depression, Substanzabhängigkeit
  • Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie
  • Generalisierte Angststörung (GAS) inkl. Angstneurose, Angstreaktion, Angstzustand
  • Soziale Angststörung (Phobie)
  • Spezifische Phobien: z.B. Höhen- oder Tiefenangst, Klaustrophobie (krankhafte Angst vor dem Aufenthalt in geschlossenen Räumen), Tierphobien
Diese Symptome und Beschwerden können auf eine Angststörung hinweisen:
  • Angstzustände ohne eine reale Bedrohung
  • Auftreten körperlicher Symptome: Kopfschmerzen, Sehstörungen/Schwindel, plötzlich auftretender Schmerz in der Herzgegend, Herzklopfen, Herzstolpern, Schwitzen (ggf. inkl. Nachtschweiß/nächtliches Schwitzen), Zittern, Appetitlosigkeit, Übelkeit/Erbrechen, Durchfall
  • Auftreten psychischer Symptome: Nervosität, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Chronische Müdigkeit
  • Ungewöhnliche Angstzustände in Dauer, Intensität und Häufigkeit
  • Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse und Probleme
Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen, die Folge sind:
  • „Angst vor der Angst" (Erwartungsangst)
  • Sozialer Rückzug, auslösende Orte und Situationen werden gemieden
  • Gefühl des Ausgeliefertseins
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Abhängigkeiten, vor allem von Alkohol oder Medikamenten (Schlafmitteln)
  • Kontrollverlust
  • Problem in Partnerschaft oder der Familie sowie im Berufsleben
Häufig besteht bei Patienten mit einer generalisierten Angststörung (GAS) auch eine Depression. Damit Ihre Ängste Sie nicht auffressen: Unsere Therapie bei Angststörungen. Das Ziel einer erfolgreichen Therapie bei Angststörungen sollte eine Verbesserung der Symptomatik sein. Wichtigster Pfeiler der Therapie der Angststörung ist die Psychotherapie. Dabei setzen wir in unserem „Neuropsychiatrie Psychotherapie Zentrum“ in Hannover folgende Verfahren ein:
  • Gesprächstherapie
  • Beratung zu Psychotherapie
  • Beratung zu tagesklinischen uns stationären Therapiemaßnahmen
  • Integrierte Versorgungskonzepte für eine sektorenübergreifende, interdisziplinäre und facharztübergreifende Versorgung
  • Stressmanagement durch Achtsamkeit
  • Gruppentraining soziale Kompetenz (GSK)
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung (PME, Tiefenmuskelentspannung)
  • Individuelle Beratung zu Pharmakotherapie
  • Beratung zu tagesklinischen und stationären Therapiemaßnahmen
  • rTMS (repetetive transkranielle Magnetstimulation)
  • tDCS (transkranielle Gleichstromstimulation)
  • Nichtinvasive Vagusnerv-Stimulation
  • Neurofeedback (EEG-Feedback, Neurofeedback-Training)
  • Biofeedback
  • NADA-Akupunktur
  • Orthomolekulare Medizin (Mikronährstoffe/Vitalstoffe)
Der Einsatz von Neuromodulationsverfahren wie Biofeedback und Neurofeedback kann effektiv und schnell helfen. Die Betroffenen lernen zuerst, überhöhte Anspannung und Erregung im Körper gezielt über technische Hilfsmittel wahrnehmbar zu machen und dann dauerhaft zu reduzieren. Ein neues Gleichgewicht kann sich so einstellen.

Was Ihnen bei Ihren Ängsten und Phobien helfen kann und welche präventiven Maßnahmen Sie einleiten können, zeigen wir Ihnen in unserem „Neuropsychiatrie Psychotherapie Zentrum“ in Hannover auf.



„Keine Angst, keine Angst, Rosmarie!“ Aus Liedtext „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, Freddy Quinn

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