Angst ist ein Grundgefühl, welches sich normalerweise in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung, mit ausgeprägten körperlichen Symptomen äußert. Angst rettet uns dabei häufig das Leben, wenn wir mit gefährlichen Situationen konfrontiert werden, hilft uns dabei häufig mit kritischen Lebenssituationen besser zurecht zu kommen, Fehlentscheidungen möglichst zu vermeiden, dabei oft auf unbewusster Ebene. Bei manchen Menschen kann die Furcht aber ein übersteigertes Ausmaß annehmen, häufig im Zusammenhang mit traumatischen Lebensereignissen oder ungünstigen angstverstärkenden Verhaltensweisen. Dann spricht man von einer Angsterkrankung. Angsterkrankungen zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Dabei sind zu unterscheiden die Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, Generalisierte Angststörung, Soziale Angststörung, Spezifische Phobien. Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen. Es kommt zur „Angst vor der Angst" (Erwartungsangst), auslösende Orte und Situationen werden vermieden, Folge ist häufig sozialer Rückzug. Das Vertrauen in die eigene Stärke nimmt immer weiter ab, weicht dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Häufige Folge sindEin- und Durchschlafstörungen, Auswirkungen in der Partnerschaft oder der Familie sowie im Berufsleben. Manchmal wird als falsch verstandener „Selbstbehandlungsversuch" Alkohol konsumiert, da er kurzfristig Angstlinderung bewirken kann. Eine Gefahr liegt auch im Dauergebrauch von Beruhigungsmitteln wie den Benzodiazepinen, die nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet sind, bei längerer Einnahme droht die Entwicklung einer hartnäckigen Suchterkrankung. Neuromodulationsverfahren wie Biofeedback und Neurofeedback, insbesondere Hautleitwerttraining sowie das Potentialtraining der präfrontalen Hirnlappen können dabei effektiv und schnell helfen. Die Betroffenen lernen zuerst, überhöhte Anspannung und Erregung im Körper gezielt über technische Hilfsmittel wie durch einen Spiegel wahrnehmbar zu machen, dann dauerhaft zu reduzieren. Auch rTMS kann zur Behandlung schwerer Angststörungen eingesetzt werden. Dabei werden durch die Magnetimpulse die überaktiven Angstzentren im rechten Vorderhirn gebremst, wodurch sich wieder ein neues Gleichgewicht einstellen kann.
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