Beim Tinnitus handelt es sich um eine häufige Erkrankung, die vielfältige psychische als auch körperliche Ursachen haben kann. Dabei empfinden die Betroffenen Geräusche, denen keine äußeren Schallquellen zugeordnet werden können, daher auch die Bezeichnung „Phantomgeräusch“. Es summt, piept, rauscht, pfeift, zischt oder rattert im Ohr und im Kopf. Die Wahrnehmung des Tinnitus ist dabei häufig stressabhängig, durch äußere und innere Belastungen verstärkt, mit der Neigung zu hartnäckiger Chronifizierung, da Tinnitus selbst einen hohen Stressfaktor mit starkem Leidensdruck bedeuten kann. Die pausenlosen Geräusche machen reizbar, depressiv und mit der Zeit auch ängstlich und verzweifelt. Bei der Tinnitusentwicklung wirken Ohr und Gehirn auf komplizierte Weise zusammen. Im Zusammenspiel mit anderen Hirnbereichen verarbeitet das Netzwerk im Hörzzentrum Höreindrücke. Das Gehirn steuert dabei die vielfältigen ankommenden Informationen und ist auch in der Lage, überflüssige, störende Reize quasi herauszufiltern. Beim Tinnitus ist dieser Filterprozess häufig empfindlich gestört, es resultieren die belastenden Fehlwahrnehmungen. Einige von Tinnitus Betroffene neigen zu Fehlhaltungen oder spannen in stressigen Situationen die Schulter-, Stirn- und Kiefermuskulatur übermäßig an. Mit Hilfe eines Biofeedback-Trainings lassen sich diese Muskelanspannungen auf einem Bildschirm sichtbar und hörbar machen. Der Betroffene erfährt so in mehreren Sitzungen, wie der eigene Körper auf psychische Überforderungen reagiert, und er trainiert, sich gezielt wieder zu entspannen. Neben traditionellen Entspannungsverfahren kann dabei Biofeedback bei bis zu 80 Prozent der Fälle positive Effekte zeigen. Eine Weiterentwicklung des Biofeedbacks ist das Neurofeedback, bei dem ebenfalls sehr häufig langfristige positive Effekte erreicht werden können. Auch durch rTMS (repetetive Magnetstimulation) kann Tinnitus häufig reguliert werden. Mit der rTMS können in bis zu 50 % der Fälle Besserungen erreicht werden. Besonders wirksam zeigte sich die Behandlung bei Patienten mit starkem Tinnitus.
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