Schlaganfälle nehmen mit zunehmendem Alter und typischen Risikofaktoren (Bluthochdruck, Rauchen, erhöhte Blutfette, Diabetes und andere) an Häufigkeit zu. Typische Symptome sind plötzliche einseitige Lähmung oder Kraftminderung, Taubheitsgefühl, einseitig herabhängender Mundwinkel, Schluckstörungen, Lähmung einer Gesichtshälfte, Sehstörungen bis hin zur vorübergehenden Erblindung, Sprechstörungen bis zum Verlust des Sprachvermögens, Verständnisstörungen Gleichgewichtsstörungen und Schwindel, Bewusstlosigkeit, starke Kopfschmerzen. Jeder Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, weshalb die Betroffenen schnellstmöglich professionell versorgt und in ein Krankenhaus, am besten mit einer speziellen Schlaganfallstation ("Stroke Unit") gebracht werden sollten. Beim erstmaligen Auftreten der Warnzeichen sollten diese unbedingt ernst genommen werden, da innerhalb weniger Stunden die mögliche Schädigung klein gehalten werden kann, rufen Sie daher im Zweifel den Rettungsdienst an und lassen Sie die Ursache am besten in einer Stroke Unit abklären! Auch schnell rückläufige Symptome sollten ernst genommen werden. Es könnte sich um eine TIA (transitorische ischämische Attacke) handeln, die ein "Vorbote", ein Warnzeichen eines Schlaganfalls sein kann. Um einem Schlaganfall sicher vorzubeugen ist es auch dabei wichtig, dass Betroffene die Ursache auch im Falle einer Rückbildung unverzüglich klären lassen! Nach der Akutbehandlung in einer neurologischen Klinik ist oft noch eine Rehabilitationsbehandlung erforderlich, wo ausgefallene Funktionen wieder trainiert werden. Auch dabei können Behinderungen zurückbleiben. Geschädigte Funktionen können jedoch häufig noch regenerieren, indem Nervengewebe sich neu vernetzt. Intensives Training unterstützt die Genesung. Ungünstigerweise ist das verletzte Areal oft dämpfenden Signalen aus der gesunden Hirnhälfte ausgesetzt, weil dort das spiegelbildliche Gehirnareal als Ausgleich übererregt ist. Neben den gängigen Therapieverfahren (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie) können hier in der Praxis z. B. rTMS-Verfahren eingesetzt werden und bei frühzeitigem Einsatz helfen, da hierbei die Nervenzellaktivität effektiv beeinflusst werden kann. Hierbei kann eine individuelle fachärztliche Beratung helfen, einen optimalen Therapieerfolg zu erreichen.
  • Beratung zu und Verordnung von Rehabilitationsverfahren (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie)
  • Individuelle Beratung zu medikamentöser Therapie
  • rTMS (repetetive transkranielle Magnetstimulation)
  • tDCS (transkranielle Gleichstromstimulation)
  • Biofeedback