Neurofeedback ist eine computergestützte neurobiologische Trainingsmethode, bei der von Patienten gelernt werden kann, die eigene Gehirnaktivität, über die man für gewöhnlich keine Wahrnehmung oder bewußte Kontrolle hat, durch technische Hilfsmittel wahrnehmbar gemacht werden und nachhaltige Veränderungen der Hirnfunktion zu erreichen. Dafür wird dem Gehirn bei Messung über empfindliche Sensoren über einen Monitor und Lautsprecher in Echtzeit gespiegelt, was gerade im Gehirn passiert. Durch diese direkten Rückmeldung lernen die Patienten ihre Gehirnaktivität selbst besser und hocheffektiv zu regulieren. Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf Fehlregulierung der Gehirnaktivität zurückzuführen. Mit Neurofeedback können Patienten lernen, diese Fehlregulationen besser auszugleichen und ihre Hirnfunktion zu optimieren, damit auch Störungen besser zu begegnen und besseren Ausgleich zu finden. Über einfache Lernvorgänge sind dadurch nachhaltige Verbesserungen bei vielen Störungsbildern und Erkrankungen erreichbar. Beim Biofeedback wird die zu trainierende Körperfunktion mit geeigneten Sensoren gemessen und den Patienten nach Signalaufbereitung in Echtzeit über optische, akustische oder taktile Feedbacksignale wiedergegeben.  Neben der Muskelspannung, der Schweißaktivität, der Herzfrequenz und anderen Meßgrößen kann auch die Gehirnaktivität über empfindliche Messfühler  aufgenommen werden. Die Anwendung des Verfahrens auf  Gehirnfunktionen heißt Neurofeedback. Viele Körperfunktionen können wir ohne entsprechende technische Hilfsmittel meist nicht wirklich direkt spüren oder beeinflussen. Hier kann nun Biofeedback in Form von Neurofeedback zum Einsatz kommen. Eine sehr direkte und gleichzeitig sehr einfache Methode, etwas über die Vorgänge im Gehirn zu erfahren, ist die Messung der Gehirnströme, des EEG (Elektroenzephalogramm) oder anderer elektrischer Vorgänge im Gehirn sowie der Hirndurchblutung mittels HEG (Hämenzephalographie). Dabei werden die jeweils auf das Krankheitsbild individuelle ausgewählten Signale verwendet, um das Gehirn gezielt zu trainieren. Das Gehirn soll dabei lernen, den bestimmte Zustände aktiv hervorzurufen und zu halten, damit eine stabilisierendeWirkung auf den ganzen Körper zu entfalten. Durch Neurofeedback soll also die Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns verbessert werden.

In unserer Praxis werden alle Formen von Bio- oder Neurofeedback ermöglicht, jeweils auf das spezielle Krankheitsbild oder Problem angepasst. Dabei kommt neben klassischem Frequenzbandtraining auch SCP-Training (Training langsamer Hirnpotentiale) oder HEG-Training (Hämencephalographie-Training der lokalen Hirndurchblutung) sowie alle Formen von Biofeedback zur Anwendung.

Ablauf einer Neurofeedback/Biofeedback-Sitzung?

Bei den Feedback-Sitzungen nimmt der Patient vor dem Patienten-Bildschirm Platz und wird vom Therapeuten mit den entsprechenden Sensoren verbunden. Das können z.B. ein Pulssensor am Finger, ein Atemgurt um den Bauch, ein Temperatursensor am Finger oder Elektroden zur Messung der Muskelspannung oder des Hautleitwertes oder ein Infrarot-Sensor zur Messung der lokalen Vorderhirndurchblutung sein. Im Falle von Neurofeeback erfolgt die Verbindung mit Sensoren zur Messung der Hirnaktivität (Frequenzbandtraining, SCP-Training). Nach entsprechender Stabilisierung der Meßwerte erfolgt dann das Training durch Verbindung der gemessenen Signale mit entsprechenden Trainingsprogrammen, optischen Signalen an einem Trainingsbildschim, Kopplung mit akustischen oder taktilen Signalen zur Wiedergabe der Körpersignale in Echtzeit, dann entsprechender Möglichkeit die Signale in eine gezielte Richtung zu verändern. Z.B. soll dann die Aufgabe verfolgt werden vereinfachte optische Signale (Balken, Linien, bewegte Objekte) durch geistige Aktivität oder unbewußt auf dem Bildschirm nach oben oder unten zu bewegen. Natürlich können mit dem Signal auch Animationen gesteuert werden, z.B. Kopplung mit ablaufenden Filmen oder Videospielen, die durch die Steuerung der jeweiligen Körperaktivität verändert werden können. Durch das Erfolgserlebnis bei gelungener Übung entsteht ein effektiver und dauerhafter Lernerfolg durch  Operante Konditionierung. Bei dem Training handelt es sich um unbewusste Lernvorgänge. Während beim Biofeedback-Training eher allgemeine Zustandswechsel im vegetativen Nervensystem trainiert werden, sind die Trainingseffekte beim Neurofeedback-Training deutlich spezifischer und tiefgreifender, da mit entsprechenden Elektrodenplatzierungen spezifische neuronale Netzwerke angesprochen werden können.

Biofeedback und Neurofeedback werden in der Praxis als individuelle Gesundheitsleistung angeboten (IGEL). Das Verfahren ist also keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten müssen meist selbst getragen werden. Bei Privatversicherung können die Kosten häufig erstattet werden Weitere Informationen zur Terminvereinbarung und zu anfallenden Kosten können Sie beim Praxisteam erhalten.